Die Schulform Gemeinschaftsschule

Die Gemeinschaftsschule ist die neuste Schulform im Saarland. Sie vereinigt die auslaufenden Erweiterten Realschulen und die auslaufenden Gesamtschulen. Im Mittelpunkt stehen die individuelle Förderung jeden Schülers und ein längeres gemeinsames Lernen, bei dem jede/r von den anderen profitiert und gemeinsame Lernerfahrungen gemacht werden. Die Schüler bleiben im Klassenverband und können, je nach Profil der Schule, in einzelnen Fächern in leistungsbezogene abschlussorientierte Kurse eingeteilt werden. Diese Einteilung richtet sich nach Fach und Klassenstufe. Als neue Fächer kamen in den Eingangsstufen Klasse 5 und 6 das Fach Lernen lernen und die 2. Fremdsprache hinzu. In Lernen lernen  sollen den Kindern unterschiedliche Methoden zum Lernen gezeigt werden gemäß ihrem Lerntyp , aber auch Regeln der sozialen Interaktion werden eingeübt. Neben der 1.Fremdsprache, die abschlussbezogen relevant unterrichtet wird, bekommen die SchülerInnen in der 2. Fremdsprache einen mehr auf Kommunikation ausgelegten Sprachunterricht, der in der 7.Klasse gerne im Wahlpflichtbereich als abschlussrelevanter Unterricht fortgeführt werden kann.

Die Gemeinschaftsschule bietet den Hauptschulabschluss nach 9 Jahren, den Mittleren Bildungsabschluss nach 10 Jahren, den schulischen Teil der Fachhochschulreife nach 12 Jahren oder das Abitur in 13 Jahren an -  jedem Kind nach seiner Begabung. Der Abschluss bleibt durch das Leistungskurssystem relativ lang offen und nutzt so die Entwicklungsabschnitte der Jugendlichen aus.

Einige Schulen sind Standorte einer Gymnasialen Oberstufe, andere kooperieren miteinander oder mit Oberstufen an Gymnasien, Oberstufengymnasien oder gymnasialen Oberstufen an Berufsbildungszentren, um den SchülerInnen einen guten Übergang zu ermöglichen.

Die Landeselternvertretung ist ein beratendes Gremium. Bei Erlassen und Verordnungen ist es Aufgabe der Eltern, das Ministerium für Bildung und Kultur zu beraten und Vorschläge zu unterbreiten. Die  Gemeinschaftsschule ist noch im Anfang begriffen und die Landeselternvertretung will diesen Prozess kritisch und konstruktiv mitbegleiten.

Zur Zeit bilden Delegierte aus 64 Standorten und 6 Schulregionen die LEV.

 

Termine